Loom Bänder knöpfen

Kleine runde Gummibänder erobern seit einiger Zeit die Herzen von Kindern und kreativen Erwachsenen: Die sogenannten Looms bilden die Grundlage für die Gestaltung witziger Gummi-Schmuckstücke und anderer Artikel im Handmade-Style. Doch woher kommen die Bändchen? Und wie funktioniert das Binden, das selbst viele jüngere Kinder schnell im Handumdrehen lernen?

Vom Kinderzimmer in die Läden der Welt

Die Geschichte der Loom-Bänder ist fast schon klischeehaft zu nennen: Der amerikanische Erfinder malayischer Herkunft Cheong Choon Ng arbeitete bei einem japanischen Autohersteller als Maschinenbauer. In seiner Freizeit kümmert er sich um seine beiden Töchter, die sich derzeit mit Haus- und Haargummis die Zeit vertreiben. Sie binden und knüpfen sich Armbänder, Ringe und vieles mehr. Als er ihnen jedoch helfen will, merkt er schnell, dass seine Finger zu dick sind. So entwickelte er einen kleinen Webrahmen mit Knopf-Aufsätzen, den er seinen Töchtern zeigte.

Die begeisterten Töchter stifteten den Vater an, die Rahmen für die Gummiarbeiten zu verkaufen. Er investiert die Ersparnisse in das Produkt, das zunächst jedoch wenig Anklang fand. Erst die selbstgedrehten Youtube-Videos, in denen seine Töchter die witzigen Gummis zu Loombändern verarbeiten, bringen den Erfolg - und die Geschäftsidee nahm mit dem großen Erfolg ihren Lauf. Im Herbst 2013 wurde Cheong Choon Ng zum besten Spieleerfinder des Landes gewählt und erhielt den amerikanischen Tagie-Award. Anders als die klassischen Haar- und Haushaltsgummis, die seine Töchter des Erfinders nutzten, sind die inzwischen als Rainbow Looms bekannten Bänder aus Silikon hergestellt, wodurch sich eine hohe Haltbarkeit ergibt.

 

Ganz einfach loslegen - eine Kurzanleitung

Auch ohne Webrahmen lassen sich die kleinen Gummis einfach zu witzigen Loombändern verarbeiten. Zwei Kochlöffel oder Stifte sowie eine Häkelnadel genügen als Ausrüstung. Beide Löffel werden nebeneinander gehalten und mit einem als Acht gelegten Gummi bespannt. Hierüber kommen zwei weitere Gummis, bevor die untersten Gummiringe über die Mitte mit der Häkelnadel nach oben gezogen werden. Für jeden nach oben gezogenen Gummi wird eine weitere Gummi-Acht aufgelegt und die Überziehung der untersten Gummis wiederholt. Dies wird fortgeführt, bis die gewünschte Bandlänge erreicht ist. Als Verschluss können sowohl die käuflich zu erwerbenden Schlussschlaufen verwendet werden als auch ein kurzes Stück Draht, das zu einem C gebogen und nach dem Einfädeln des Gummis geschlossen wird.

 

Für den Ausbruch des Loom-Fiebers

Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid, findet ihr in den tollen Kreativbüchern erste Hilfestellung. Anleitungen für Bänder, Figuren und andere Ideen findet ihr beispielsweise in unseren Buchvorschlägen:

Rainbow Loom - Das große Buch, Heel-Verlag, ISBN 978-3868529593 

Loom Bastelzauber, Fantasia-Verlag, ISBN 978-3935976718

Kreativ mit dem Loom Maxi, Frech-Verlag, ISBN 978-3772469473

Auch im Internet bietet sich Hilfe rund um die kreativen Loombänder. Auf Facebook tummeln sich inzwischen zahlreiche Gruppen, in denen Gleichgesinnte Anleitungen tauschen können. Ein Beispiel findet ihr unter https://www.facebook.com/RainbowLoomFieber. Bei Youtube halten hingegen tolle Kanäle, anschauliche Videos bereit in denen Schritt-für-Schritt erläutert wird, wie man beispielsweise ein süßes Meerschweinchen knüpfen kann.

 

KRÜGER Tipp:
Der Loom-Spaß eignet sich für Kinder ab ca. 6 Jahren, aber auch Erwachsene haben an den Bändern ihre Freude: Die Original Rainbow Looms sind TÜV-geprüft, mit dem CE-Zeichen ausgestattet und wurden als kindersicher eingestuft. Selbst Öko-Test vergab in der Ausgabe 10/2014 dem Produkt das Urteil "sehr gut", da die Silikonbänder frei von bekannten Schadstoffen wie PAK, Weichmachern und Schwermetallen sind.
Bildnachweis: Rodd100/Istockphoto.de; SuzanaMarinkovic/Istockphoto.de

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