Linsen – heimlicher Star

Linsen sollen bei den Griechen schon 7.000 vor Christus auf dem Teller gewesen sein. Kein Wunder, denn die Eiweißbomben sind vielseitig. Puy Linsen, rote Linsen, gelbe Linsen, Belugalinsen, Tellerlinsen... Die Vielfalt ist viel größer, als man denkt. In Deutschland kommen Linsen oft nur im Eintopf mit Mettwurst auf den Tisch, dabei sind die Hülsenfrüchte ein wahres Multitalent.

Linsen als Hauptspeise

Als Hauptgericht sind Linsen weit unterschätzt. Denn sie sind leichter zu verdauen als ihre Artgenossen die Bohnen oder Erbsen beispielsweise. Durch ihren hohen Gehalt an Protein und Zink sind sie gerade für Vegetarier ein wichtiges Nahrungsmittel. Und zu guter Letzt sind sie dank kurzer Koch- und Einweichzeit schnell zubereitet.

 

Ein leckeres und gesundes Resteessen ist beispielsweise Dal. Dafür werden rote Linsen in Knoblauch, Zwiebeln und Ingwer kurz angebraten, mit Wasser übergossen und durchgekocht. Je nach Geschmack könnt ihr das ursprünglich indische Gericht mit Chili, Koriander, Kreuzkümmel oder Kokosmilch abschmecken. Auch ein Lorbeerblatt oder Kurkuma geben dem Dal eine schöne Würze. Wer mag, brät noch Gemüse wie Tomaten, Zucchini, Kürbis, Champignons oder Möhren mit an.

 

Linsen-Suppe mal anders

Linsensuppe muss längst nicht immer deftig sein. Rote Linsen kombiniert mit Möhren, Honig und Orangensaft ergeben einen süßlich-herzhaften Herbst-Snack. Dafür einfach Möhren, Kartoffelwürfel, Zwiebeln und Ingwer mit Kümmel in Öl anbraten. Die Mischung mit einem Viertelliter Orangensaft und einem halben Liter Brühe aufgießen und köcheln lassen. Die gekochten Linsen und etwas Honig hinzugeben, bevor ihr die Suppe fein püriert.

 

Linsen als Beilage

Als Beilage sind Linsen perfekt geeignet. Für ein Mus müsst ihr nicht viel machen, als abzuwarten. Bereitet die Linsen einfach wie ein Dal zu, und wartet, bis die Linsen im Topf von alleine zerfallen. Zur Not helft mit dem Pürierstab kurz nach. Mit etwas Joghurt und Kräutern verfeinert, passt ein Linsenmus zu kräftigem Fisch und pikanten Hähnchengerichten.

Zu einem deftigen Fleischgericht könnt ihr Pardina-Linsen reichen. Dafür die Linsen mit Möhren in Butter schwenken und aufkochen. Ein Schuss Sahne, Pfeffer, Salz und Zitronensaft runden das Linsengemüse ab.

 

Schon gewusst?

Linsen wurden sogar in alten ägyptischen Grabstätten gefunden. Dort galten sie als Aphrodisiakum. Die Ägypter waren außerdem davon überzeugt, dass Linsen den Geist erhellen würde. Daher gab man Kindern häufig Linsen, in der Hoffnung, dass sie fleißiger würden.

 

Bildnachweis: siehe Impressum

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