Einsamer Wolf oder Rudel?

Jeder Mensch entspricht einem Persönlichkeitstypen. Die einen sind geselliger, die anderen eher zurückhaltend. Gerade in Gruppen kristallisieren sich typische Rolle heraus. Welcher Typ seid ihr?

Ob wir es wollen oder nicht – im Alltag werden wir immer wieder zu Mitgliedern einer Gruppe, beispielsweise im Sportverein, in der Theatergruppe oder in der Schulklasse. Gruppen werden zum Beispiel in der Schule schnell zu festen Cliquen, die nach bestimmten Regeln funktionieren. Das passiert ganz von alleine.

Um als anerkanntes Mitglied in der Gruppe zu bleiben, muss man sich an bestimmte Verhaltensweisen halten. In manchen Gruppen zeigt sich das sogar durch Äußerlichkeiten wie Kleidung oder bestimmte Freizeitaktivitäten. Abgesehen davon entwickelt jede Gruppe eine ganz eigene Dynamik. Es entstehen verschiedene Rollen, die von den Mitgliedern automatisch besetzt werden. Wer welche Rolle einnimmt, hat etwas mit dem Charakter der einzelnen Mitglieder zu tun.


Die Anführer

Dieser Typ ist ein Macher. Jungen oder Mädchen, die diese Rolle einnehmen, sind meist Klassensprecher oder Kapitän einer Sportmannschaft. Sie sind sehr selbstbewusst und kreativ. Gleichzeitig haben sie viel Durchsetzungsvermögen und sprechen die Dinge offen an. Wenn es Probleme gibt, wenden sich die anderen meist an einen Anführer. Darum sind die Anführer in Gruppen recht beliebt. Allerdings steht dieser Typ so stark im Vordergrund, dass die Meinung ruhigerer Menschen untergeht. Anführer sollten darauf achten, auch zurückhaltende Gruppenmitglieder zu Wort kommen zu lassen.


Die Hilfsbereiten

Jemand braucht kostenlose Nachhilfe oder hat seine Hausaufgaben vergessen? Die Hilfsbereiten sind stets zur Stelle. Sie sind die gute Seele einer Gruppe und haben ein offenes Ohr für die Probleme anderer. Als Persönlichkeit sind sie sehr einfühlsam und können sich gut in andere hineinversetzen. Sie zeigen viel Rücksicht und Hilfsbereitschaft. Damit machen sie sich zwar beliebt, insgeheim ärgern sie sich aber manchmal über sich selber. Denn die Hilfsbereiten können schlecht Nein sagen und überlasten sich mit den Problemen der anderen. Ihre eigenen Bedürfnisse fallen in der Gruppe schnell unter den Tisch. Wichtig ist, dass sich die Hilfsbereiten auch über ihre eigenen Wünsche klar werden – und diese deutlich mitteilen.


Die Einzelgänger

Einzelgänger sind eigentlich keine Gruppenmenschen. Sie sind viel lieber allein. Das lässt sie manchmal arrogant und eingebildet wirken. Ihnen ist Selbständigkeit und Unabhängigkeit am liebsten. Gruppen können den Einzelgängern schnell auf die Nerven gehen. Eigentlich ist das schade, denn Gruppen können von den Einzelgängern profitieren, weil sie viele Ideen und Fantasie haben. Darum ist es eine gute Sache, wenn Einzelgänger ab und zu auf andere zugehen. Gemeinsam kann man nämlich eine Menge Spaß haben. Die Mitglieder einer Gruppe sollten allerdings auch mal den ersten Schritt tun.

Tipp: Kein Gruppenzwang
Je enger eine Gruppe zusammen wächst, desto schneller entsteht Gruppenzwang. Die einzelnen Gruppenmitglieder können dem Korsett der Gruppe nur schwer standhalten und machen ihre Entscheidungen von anderen in der Gruppe abhängig. So sollte es jedoch nicht laufen. Alle Meinungen und Ideen sollten in einer Gruppe Gehör finden – sonst wird es eh langweilig.
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